Größten menschliches Rad auf Eis
Größtes menschliches Rad auf Eis – 7 September 2008
Olaf Kuchenbecker, Rekord-Richter bei GUINNESS WORLD RECORDS hatte am 7. September 2008 das Vergnügen den Rekordversuch für das größte Rad auf dem Eis zu überprüfen.
Das ZDF hatte es perfekt organisiert – am Frankfurter Flughafen wurde ich bereits vom Fahrer des Shuttles erwartet, der mich zum Studiogelände nach Mainz bringen sollte. Beim Verlassen des Flughafengebäudes wurde allerdings ein großes Manko der Planung offensichtlich: Das ZDF hatte es versäumt eine Vereinbarung mit Petrus zu treffen. War ich in Hamburg noch bei strahlendem Sommerwetter abgeflogen, so erwartete mich hier „Grau in Grau“ mit Nieselregen. Eigentlich genau so, wie sich der Nichthamburger das Hamburger Schmuddelwetter vorstellt.
Wegen der angekündigten Großwetterlage blieb das Wetter auch nach der erfolgreich absolvierten Generalprobe beim gesamten Team das beherrschende Thema, obwohl klar geworden war, dass die eigens für den Rekord aufgebaute ‚wahrscheinlich größte mobile Eisfläche der Welt’ auch bei Regen befahrbar sein würde. Dennoch wünschten wir uns für den nächsten Tag deutlich besseres Wetter – gerade für eine Open-Air-Live-Übertragung ein Muss!
Wie bestellt begann der nächste Tag mit herrlichem Sonnenschein, so dass gefühlt der Rekordversuch nicht schief gehen konnte. Diese anfängliche Euphorie verflog jedoch recht schnell: Kurz nach der Ankunft auf dem Studiogelände verdunkelte sich der Himmel. Na bitte: Einsetzender Nieselregen ging später in ‚richtigen’ Regen über.
Allmählich wurden die Akteure immer nervöser, spätestens als beim Warmlaufen ein Läuferpaar stürzte, war es vorbei mit der Gelassenheit – Hektik breitete sich aus.
Mit dem Beginn des Rekordversuchs schien diese jedoch komplett verflogen. Wirklich beeindruckend zu sehen, dass diese 65 Personen die Eisfläche nahezu vollständig ausnutzten. Gegen Ende wurde es noch einmal eng: Durch die lange Achse des sich drehenden menschlichen Rads war die Geschwindigkeit an den Außenseiten ziemlich hoch. Zu hoch, wie es zunächst schien, als die beiden vorletzten Läuferinnen sich doch sehr anstrengen mussten, das ihnen vorauseilende Rad noch zu erreichen und sich einzugliedern. Die letzte Läuferin hatte es dann noch einmal schwerer, fast schien es, als würde sie es nicht mehr schaffen. Doch endlich, da war sie in der Reihe!
Herzlichen Glückwunsch Holiday on Ice. Nicht nur zum erfolgreichen und wirklich eindrucksvollen Rekordversuch, sondern natürlich auch zum 65. Geburtstag!